Österreichische Meisterschaften Sprint

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2. Österreichische Meisterschaften im Sprint
… wieder in Viehhofen :-)

Im Vorjahr 2015 gab es aufgrund der kurzfristigen Verlegung Probleme mit dem Flutlicht und die Strecke war aufgrund der Enge und der Vereisung ebenfalls nicht ideal. Nach dem Start der Quali wurde der Sprint aber schnell und vor allem problemfrei abgewickelt, weshalb sich der ÖSV entschieden hat, auch 2016 wieder die Österreichischen Meisterschaften im Sprint an Viehhofen zu vergeben!

Neuigkeiten/Änderungen

  • Durchführung am Tag (Start Qualifikation um 10:00 Uhr)
  • Strecke in der Nähe der Talstation des Poltenlifte (bei den Schönleiten-Bergbahnen)  auf einer abgesperrten Piste
  • kein Rennen vorher, somit können alle Medaillenaspiranten Vollgas geben. Erst anschließend an den Sprint (ca. 3 Stunden nach dem Viertelfinale bzw. 1,5 Stunden nach dem letzten Finallauf) findet ein Vertical (Start beim Start/Zielgelände des Sprints) mit ca. 1000 Höhenmetern statt. Daran können natürlich alle Sprinter noch teilnehmen, wenn sie noch genügend Kraft haben …
  • Siegerehrung des Sprints direkt im Start/Zielgelände, ca. 10 min nach dem letzten Finallauf

Modus

  • Der Kurs ist in der Qualifikation zwischen 10:00 Uhr und 11:20 Uhr einmal zu bewältigen, aufgrund der Quali-Zeiten werden dann die Teilnehmer auf die verschiedenen K.O.-Läufe aufgeteilt:
    • Herren/Damen Senior bei mehr als 30 Teilnehmer
      • 5 Viertelfinale mit jeweils 6 Läufer
      • die schnellsten 2 aus jedem Lauf sowie die 2 schnellsten Drittplatzierten (Qualifikationszeit) kommen weiter ins Halbfinale. Wenn der Qualifikations-Schnellste daher zum Beispiel 3. in seinem Viertelfinale wird, ist er weiter, wird er „nur“ 4., ist er ausgeschieden.
      • die schnellsten 3 aus jedem Halbfinale kommen ins Finale
      • Senior/Masters werden in der Durchführung zusammengelegt, es gibt aber Medaillen in beiden Klassen! (so wie beim Weltcup/WM die Espoirs bei den Seniors mitlaufen)
    • Herren/Damen Junior, Cadet und Schüler
      • Je nach Anzahl der Starter und Aufteilung auf die verschiedenen Klassen gibt es eventuell ein Halbfinale oder gleich ein Finale. Die Entscheidung darüber wird aufgrund der Anmeldungen getroffen und schon kurz nach Beginn des Sprints ausgehängt. Sollten Klassen zusammengelegt werden, gilt das natürlich nur für die Durchführung, Medaillen gibt es in jeder Klasse (zB Halbfinale mit Cadets und Schülern – im Finale stehen 4 Cadets und 2 Schüler: die 2 Schüler laufen gegeneinander um Gold+Silber, Bronze geht an den Schüler, der im Halbfinale am knappsten ausgeschieden ist – Rang bzw. bei gleichem Rang Qualizeit)
  • Die erste K.O.-Runde wird um 12:00 Uhr gestartet. Die Reihenfolge und Anzahl der K.O.-Läufe wird spätestens um 11:40 Uhr ausgehängt, die Einteilung der SportlerInnen in die Viertel- bzw. Halbfinali wird um spätestens 11:45 Uhr ausgehängt. Schneller geht es leider nicht, weil es von der Anzahl der tatsächlich gestarteten Läufer abhängt, ob es zB Viertelfinali bei den Damen gibt und auch speziell die Anzahl der Juniors/Cadets/Schüler sehr schwer vorauszusehen ist.Hier ein Screenshot aus dem Vorjahr mit möglichen Varianten. Je nach Anzahl der K.O.-Runden ist daher der Beginn des letzten Finallaufes (Herren Senior) nicht vorhersehbar, eine realistische Zeitschätzung ist aber 13:30 Uhr.sprint_reihenfolgen_700
  • „In meinem Halbfinale waren 3 deutsche Athleten schneller und ich bin als schnellster Österreicher meines Halbfinales ausgeschieden!“ Die ÖM wurden verbandsoffen mit internationaler Beteiligung ausgeschrieben. Daher kann es durchaus passieren, dass in einem Lauf mehrere starke Ausländer starten. Allerdings braucht man dazu kein Glück, sondern die Einteilung erfolgt rein aufgrund der Qualifikationszeiten, wobei es natürlich auch passieren kann, dass ein Athlet wie Toni Palzer mit gebrochenem Ski weiterläuft und sich trotzdem gerade noch qualifiziert und es dann schon im Viertelfinale sehr starke Läufe gibt! Die schnellsten Österreicher werden schlussendlich aus dem Gesamtergebnis (Top 30 aufgrund der K.O.-Läufe, ab Platz 31 aufgrund der Quali-Zeiten) herausgerechnet und aus den Österreichern werden dann auch die schnellsten Salzburger für die LM herausgerechnet. Nach dem gleichen System wird im Weltcup die Ergebnisliste der Espoirs erstellt und auch bei den letzten Österreichischen Meisterschaften im Langlauf-Sprint gab es diesen Modus (dort waren zB 4 deutsche Athleten im Finale, Bronze ging daher an den Österreicher, der im Halbfinale am knappsten gescheitert war.

Strecke

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Blick vom Start-/Zielbereich auf die Sprintstrecke, das untere Bild zeigt die Original-Strecke in Viehhofen, leider genau so grün wie auf der Luftbildaufnahme aus dem Sommer …

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Streckenteile

  • Vom Start/Ziel (SZ) geht es anfangs flach, dann leicht steigend hinauf zum Beginn der Kehren.
  • Es teilt sich die Strecke und es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten für die nächsten Höhenmeter.
  • Anschließend beginnt die Tragepassage. Die Skier müssen ausgezogen und auf dem Rucksack befestigt werden. Zu Fuß geht es weiter entlang der gelben Linie.
  • Nach dem Tragen werden die Skier wieder angezogen. Auf Fellen geht es wieder weiter hinauf zum höchsten Punkt.
  • In der obersten Wechselzone werden die Felle abgezogen, verstaut (WICHTIG: vollständig verstauen, Felle dürfen nicht sichtbar sein!) und dann geht es in der Abfahrt hinunter. Es gibt Richtungstore und vor dem Ziel noch einmal durch eine weite Kurve, um die Geschwindigkeit herauszunehmen, damit man ins Ziel skaten muss.
  • INSGESAMT geht es ca. 60-100 Höhenmeter hinauf und dann hinunter, die Laufzeit beträgt somit nur wenige Minuten!

Startberechtigt

sind alle Sportler, die gemäß den Regeln der ÖWO in der Qualifikation antreten, egal aus welchem Land sie stammen. Die Nation spielt in der Qualifikation und in den K.O.-Runden keine Rolle, es gibt somit eine „normale“ Reihenfolge aller teilnehmenden Sportler.

Österreichischer Meister bzw. Meisterin

können aber natürlich nur

  • österreichische Staatsbürger werden,
  • die für einen ÖSV-Verein an den Start gehen

Die bestplatziertesten Österreicher werden somit aus der normalen Rennwertung herausgefiltert, es gibt kein eigenes Finale für die zB schnellsten 6 Senior-Herren. Somit kann es also auch passieren, dass die erstmaligen Österreichischen Meister aufgrund der ISMF-Reihungskriterien für den Sprint ermittelt, wenn zB im Finale kein Österreicher steht und unsere letzten Vertreter in den Halbfinali ausgeschieden sind. Das wollen wir aber nicht hoffen!

09_Sprint_Tagessieger Weisskopf und Essl 1_Willi Seebacher LR

Anmeldung

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Bereits im Rahmen der Online-Anmeldung muss die ÖSV-Nummer angegeben werden, die dann später mit der ÖSV-Datenbank verglichen bzw. kontrolliert wird. Die ÖSV-Karte ist auch auf alle Fälle zum Bewerb mitzunehmen (nicht nur für den Fall der Nachnennung).

Noch kein ÖSV-Mitglied?

Kein Problem! Man kann ja vor der Schönleiten-Trophy noch kurzfristig Mitglied in einem ÖSV-Verein werden, die es ja in fast allen Wintersport-Gebieten (und auch in anderen Orten) gibt. Wer so kurzfristig ÖSV-Mitglied geworden ist, dass er/sie noch keine ÖSV-Karte hat, bringt einfach eine schriftliche Bestätigung seines Schiklubs mit der vergebenen ÖSV-Nummer mit.

Landesmeisterschaften

Es ist keine separate Anmeldung notwendig. Wer sich für die Österreichischen Meisterschaften anmeldet, wird automatisch bei den Landesmeisterschaften gewertet, wenn der angehörige Schiklub Mitglied des Salzburger Landes-Skiverbandes ist.

  • Wer in Salzburg seinen Wohnsitz hat, aber für einen Verein aus einem anderen Bundesland startet, wird nicht gewertet.
  • Wer in einem anderen Bundesland oder in einem anderen Staat seinen Wohnsitz hat, aber für einen Salzburger Verein startet (inkl. vorhandener Staatsbürgerschaft), wird gewertet.
  • Diese Regeln sollten in allen Bundesländern gelten, wodurch man schlussendlich nur in einem Bundesland Landesmeister werden kann. Wer Mitglied in zwei Schiklubs aus zwei verschiedenen Bundesländern ist, muss sich vorher entscheiden, für welchen Verein er in der aktuellen Saison bei ÖSV-Rennen an den Start geht und kann somit auch nicht in zwei Bundesländern Landesmeister werden.

Anti-Doping

Wir sind auf Dopingkontrollen vorbereitet und da im Vorjahr zB bei den Österreichischen Meisterschaften Individual in Mühlbach am Hochkönig Kontrolleure der NADA vor Ort waren und Athleten/Athletinnen kontrollierten, kann dies natürlich auch in Viehhofen passieren. Wer mit dieser Tatsache ein Problem hat, sollte sich sehr schnell einmal in Ruhe überlegen, ob es vielleicht bei einer der letzten Skitouren so kalt war, dass dabei zu viele Gehirnzellen abgestorben sind …

Fair-Play

Neben Doping gibt es auch noch andere Regeln des Fair-Plays, an die sich alle Athleten halten sollten. Man kann nicht alles kontrollieren, kann nicht nach jedem Lauf den ganzen Rucksack aller Athleten kontrollieren (Stichproben gibt es schon) oder bei jedem Teilnehmer der ÖM einen Staatsbürgerschaftsnachweis mit aktuell gültigem Meldezettel verlangen. Aber wir Skibergsteiger sind im Grunde eine große Familie und genau so sollten wir uns einfach verhalten!